Deutsche Bundesanleihen
Deutsche Bundesanleihen sind verzinsliche Wertpapiere, die von der Bundesrepublik Deutschland als Staatsanleihen herausgegeben werden. Neben der Kreditaufnahme bei Banken sind Bundesanleihen und andere Bundeswertpapiere ein Weg, über den der Bund sein Haushaltsdefizit finanziert.
Was ist eine Bundesanleihe?
Eine Bundesanleihe hat bei Emission eine Laufzeit von 10 bis 30 Jahren. Zurzeit gibt es Überlegungen, auch 50-jährige Laufzeiten zu emittieren wie z.B. in Frankreich.
Bei Bundesobligationen (Bobl) ist die Laufzeit deutlich kürzer, in der Regel fünf Jahre.
Bundesanleihen sind mit einem festen jährlichen Zinssatz (Kupon) ausgestattet. Die Währung ist in der Regel der Euro, die Börsennotierung erfolgt wie bei allen verzinslichen Wertpapieren in Prozent des Nominalwertes (Nennwert).
Inzwischen wurden auch Bundesanleihen aufgelegt, deren Zins und Nominalwert an die Inflationsrate in Deutschland gekoppelt sind (Inflation-Linked Bond).
Verwahrung
Die Verwahrung kann in jedem Depot bei einer Bank, Sparkasse oder Kreditgenossenschaft, sowie bei der Deutschen Finanzagentur erfolgen, wobei bei letzterer Kauf und Verwahrung kostenfrei sind.
Sicherheit
Die Bundesbank sorgt als Market-Maker für einen liquiden Börsenhandel. Bundesanleihen können direkt beim Bund über die Deutsche Finanzagentur oder über die Börse gekauft, vor Endfälligkeit aber nur über die Börse verkauft werden. Die Verwahrung von Bundesanleihen bei der Bundeswertpapierverwaltung ist kostenfrei.
Bundesanleihen zählen zu den "mündelsicheren Wertpapieren".
Rendite
Zur Bestimmung der Umlaufrendite wird eine fiktive Anleihe aus einem Mix von Bundesanleihen verwendet. Der REX - ein Index für die Kursentwicklung von Anleihen - wird ebenfalls börsentäglich anhand von Bundesanleihen berechnet.